Mittwoch, 20. September 2017

Notruf: 112

Wer ist für die Feuerwehr verantwortlich?

Die Verantwortung eine funktionstüchtige Feuerwehr auf zustellen und damit den Brandschutz zu gewährleisten ist Aufgabe der Städte und Gemeinden. Bei uns ist es die Samtgemeinde Sottrum.

Das bedeutet, dass die Samtgemeinde sicherstellen muss, dass genügend Feuerwehrkräfte und genügend Material vorgehalten wird. Dabei gibt es die Vorgabe (Niedersächsisches Brandschutzgesetz): Die erste Gruppe (9 Feuerwehrleute) muss nach maximal 8 Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort sein.

Jeder Einsatzort muss also innerhalb von 8 Minuten erreichbar sein.

Wenn wir uns jetzt vor Augen führen das ein Mitglied der freiwilligen Feuerwehr bei der Alarmierung Zuhause oder auf der Arbeit ist, von dort zum Feuerwehrhaus fährt und sich umzieht. Dann kann man sicher bahautpten das ca. 4 bis 5 Minuten verstrichen sind (Man muss schon dicht am Feuerwehrhaus arbeiten, Rotenburg, Sottrum oder gar Bremen fallen damit aus.). Bleiben also noch maximal 4 Minuten Fahrt in einem LKW (Feuerwehrfahrzeug).  Damit kann man sich gut den Aktionsradius einer freiwilligen Feuerwehr im Erstangriff vorstellen.

Das bedeutet das viele Feuerwehren auf der Fläche verteilt werden müssen. Weiter muss sie ausreichen Ausgestattet sein.

Die Alternative wäre nur eine Berufsfeuerwehr, diese würde allerdings hohe Personalkosten mit sich bringen. Was letzendlich der Grund für den Erhalt der freiwilligen Feuerwehr ist.

 

 

Wie läuft ein Einsatz ab?

Das die Feuerwehr unter der Telefonnummer 112 zu erreichen ist sollte bekannt sein. Aber wie geht es weiter?

Dazu muss man erstmal wissen wo ein solcher Anruf raus kommt. Das ist im Landkreis Rotenburg Wümme die Feuerwehrleitstelle in Zeven. Diese ist an die Feuerwehrtechnischezentrale (FTZ) angegliedert. Der Disponent, wie es in der Fachsprache heißt, arbeitet den Notruf ab und versucht alle notwendigen Informationen zu erhalten. Paralell alarmiert er/sie die Feuerwehren.

Dies geschiet in erster Line über Funk. Über Funk werden nämlich die digitalen Funkmeldeempfänger angesprochen und bei größeren Schadenslagen oder zu bestimmten Uhrzeiten auch die Sirenen im Dorf.

Was wir tatsächlich immer wieder höhren:

Warum machen die so einen Lärm? Die sitzen doch im Feuerwehrhaus und warten da.

Das ist allerdings falsch. Wir sind eine Freiwillige Feuerwehr, das heißt wir gehen unseren Berufen nach und kümmern uns um unsere Familien. Wenn wir alarmiert werden, machen wir uns sofort auf den Weg zum Feuerwehrhaus, dort informieren wir uns zur Lage und kleiden uns ein. Dabei sind wir 24 Stunden 365 Tage im Jahr einsatzbereit. Egal ob Oma und Opa zum Kaffee kommen, jemand Geburtstag hat oder die Arbeit ruft!

Erst dann geht es weiter zum Einsatzort. All das erledigen wir so schnell, dass wir innerhalb von spätestens 8 Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort eintreffen. Das ist nämlich die gesetzliche Vorgabe im Land Niedersachsen. In anderen Bundenländern hat die Politik schon entschieden, dass man auch mal länger warten kann. Beispiel Berlin (mit einer "Zielvereinbarung") mit 15 Minuten, leider liegt die Zeit in der man noch lebend gerettet werden kann bei ca. 13 Minuten (Szenario: Feuer mit Verrauchung).

 

 

 

 

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